 |
 |
 |
 |
 |
 |
Mastin Español / Mastin del Pirineo |
 |
 |
 |
 |
 |
|
 |
 |
Der Mastin Español / Mastin del Pirineo
Geschichtlicher Hintergrund
Im Mittelalter, als die Christen im Norden und die Moslems im Süden der Iberischen Halbinsel um das Land, das erst viel, viel später Spanien genannt wurde, kämpften, war der Handel mit Schafen und Wolle die wichtigste Grundlage für den Reichtum der christlichen Königreiche. In diesem noch ungeborenen Spanien hatten zwei Königreiche die Vorherrschaft: Castillien und Aragonien. Unter diesen zwei vollkommen verschiedenen Einflüssen und Lebensumständen entwickelten sich diese zwei Rassen.
Der Mastin Español in den weiten Ebenen Castilliens und der Mastin del Pirineo im schroffen, gebirgigen Aragonien. In Castillien herrschte bereits ein vollkommen einheitliches, durchorganisiertes System. Die großen Herden hatten viele bis ins kleinste detaillierte Gesetze, die vom "Honrado Concejo de la Mesta" beschützt wurden. Auch die Art und Weise, wie die Hunde zu halten waren, war strengstens festgelegt. Das war vor allem wichtig, um den Schutz der Herden auf ihren oft tausend Kilometer weiten Wanderungen zu gewährleisten.
Diesen großen und mutigen Hund kennen wir heute als den spanischen Mastiff (Mastin Español). Im Königreich Aragonien dagegen hatte der "Honrado Coneeo de la Mesta" keine Autorität und die Regeln für das Hüten der Schafe waren von Tal zu Tal verschieden. In den Pyrinäen gab es viele Wölfe und Bären und die Hirten bedienten sich eines anderen großartigen Beschützers, des Pyrinäen-Mastiffs, der in alten aragonischer Mundart "Mastin" genannt wurde.
Kurzbeschreibung
Die Jahrhunderte vergingen, aber die Systeme blieben die gleichen und der Fluss Ebro ist bis zum heutigen Tag die Grenze zwischen beiden herrlichen Molosser-Rassen. Beide Rassen sind molossoiden Ursprungs.
Der spanische Mastiff hat kürzeres Haar, einen etwas größeren Kopf und etwas mehr Kehlwamme. Der Pyrenäen-Mastiff hat etwas längeres Haar und seine Grundfarbe ist immer weiß mit der obligatorischen Maske rund um die Augen und an den Ohren. In beiden Fällen soll die Textur des Felles grob und nicht weich und wollig sein.
Diese beiden wunderschönen Rassen erobern heute auch die Herzen von immer mehr Leuten in Europa. Es sind zwei eindrucksvolle Hundegiganten, mit einem ausgezeichnetem Wesen und Charakter und einem eigenen, schwer zu beschreibenden rustikalen Charme. Beide sind sehr gesunde Rassen, die eine gerechte, feste Hand brauchen. Einen Besitzer, der mehr "Freund" als "Herr" sein möchte. Sie brauchen nicht zu viel Pflege und sie sind stolz, selbstbewusst und unabhängig. Eben ein wahres Erbe spanischer Geschichte.
Unser Buchtipp
|
 |
 |
|
|
|
 |
|