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Der English Bulldog
Geschichtlicher Hintergrund
Auf den ersten Blick erscheint die Englische Bulldogge wenig freundlich. Eine Hunderasse, die zum Symbol einer ganzen Nation wurde, und von der ein anerkannter Kynologe behauptet, sie verkörpert die englische Mentalität besser als der britische Löwe und sogar John Bull. Doch man darf sich von der Fassade dieses grotesk aussehenden Vierbeiners mit dem grimmigen Gesichtsausdruck nicht täuschen lassen. Hinter der harten Schale verbirgt sich ein weicher Kern. Etliche Kynologen vermuten, da die Bulldogge ein direkter Nachkomme des Alanenhundes sei, jener Doggenschlag, der im Mittelalter existierte und zu Zeiten Chaucers einen bestimmten Beliebtheitsgrad ereichte.
Schon etwas genauer lässt sich der Vorfahre der Englischen Bulldogge in christlicher Zeit bestimmen, und die Annahme, dass er vom europäischen Festlande her mit den Alanen und den Angelsachsen nach England kam, kann als einigermaßen gesichert gelten.
Einige Jahrhunderte lang blühte eine heut kaum mehr verständliche Volksbelustigung. Man nannte diesen Sport Bull - Bainting, Kampf gegen Bullen, Bären und Dachse.
Im Jahre 1835 wurde dieser Sport vom britischen Parlament verboten. Die Bulldogge, von nun an "arbeitslos", schien vom Aussterben bedroht zu sein, doch mit der Gründung des Bulldog Clubs Incorporated rund vierzig Jahre später erhielt die Zucht neue Impulse. Durch starke Selektion entstand immer mehr das Bild der heutigen Englischen Bulldogge.
Es wurde und wird in Amerika als Gebrauchshund für Polizei und Armee eingesetzt und erhielt im letzten Krieg verschiedene Auszeichnungen und Medaillen. Ein Vertreter dieser Rasse wurde sogar zum "Korporal" ernannt.
Hier zeigt sich die manchem Laien verborgene Züchterleistung, nicht nur das Äußere, sondern vor allem auch das Wesen und den Charakter eines Tieres zu formen. Als herausragendes Beispiel kann in dieser Hinsicht die Englische Bulldogge bezeichnet werden. Dieser Hund, der sich mit seiner imponierenden Erscheinung gegenüber jedermann Respekt verschafft, ist ruhig, reserviert, gutmütig und anhänglich. Er ist überaus sanftmütig gegenüber Kindern und kleinen Hunden und einausgesprochener Kamerad des Menschen. Seine Persönlichkeit ist so stark, da er seinen Besitzer zu Bulldogfans macht. Er ist ein gutmütiges Kraftpaket, dessen Beweglichkeit und Agilität nicht zu unterschätzen ist. Liebevolle Zuwendung gibt er seinen Menschen mit Zinsen zurück.
In der Haltung und Pflege ist die Englische Bulldogge eigentlich unproblematisch. Im Sommer lieben die Bulldoggen keine extreme Hitze.
Kurzbeschreibung
Die Englische Bulldogge, ist ein liebevoller, gutmütiger, gemütlicher aber in seiner Art sehr bestimmter Hund. Es liegt am Besitzer was er aus seinem Hund macht, dies gilt aber für jede Rasse.
Sein heutiges Aussehen, ist ein besonderes Anliegen aller ambitionierten Züchter, die ernsthaft bemüht sind bei der Zucht dieser außergewöhnlichen Rasse typische Merkmale zu erhalten, diese aber in keiner Weise zu übertreiben um der Lebensqualität der Hunde keinen Abbruch zu tun.
So wünschen wir zwar heute immer noch den muskulösen, gedrungenen Hund mit ca. 25 kg Körpergewicht, ein Athlet, dem es an Behändigkeit und Beweglichkeit nicht fehlen darf. Der Kopf ist mächtig, und typisch ist der kurze, breite Fang. Die Ohren werden nicht kupiert und die Art wie er sie hält (Rosenohren), trägt ebenso zu seinem typischen Ausdruck bei, wie die dunklen, großen, seelenvollen Augen, die niemals von Falten überdeckt sein dürfen.
Die Bewegung ist temperamentvoll und ungestüm. Er ist zu allem bereit, solange es ihm sinnvoll erscheint. Seine Erziehung ist nicht schwierig, wenn man einkalkuliert, dass er nichts, aber auch gar nichts, von unbedingtem Gehorsam hält. Er wird alles tun was sein Besitzer von ihm verlangt, solange dieser versteht, es ihm richtig nahe zu bringen.
Unser Buchtipp
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English Bulldog
von Imelda Angehrn
Anonym aus Bottrop, NRW:
"Dieses Buch ist die Pflichtlektüre für alle, die sich für diese Rasse interessieren. Die Autorin beschreibt diese Rasse sehr detailiert und liebevoll, jedoch nie blauäugig. Gesundheitliche Probleme dieser Rasse werden nicht verschwiegen, ebensowenig die Tatsache, daß diese Rasse besondere Anforderung an seine Halter stellt. Ein sehr gutes Buch, das man unbedingt gelesen haben sollte, BEVOR man eine englische Bulldogge erwirbt."
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